Der Punker Peter
Jürgen Lehrich

Gebete und Liebe




1. Gebete für den Hausgebrauch


 
Das Leben ist so reichhaltig und schön,

wie oft habe ich schon die Sonne aufgehen sehn.

Der Gesang der Vögel begleitet den Tag,

Die Arbeit macht Spaß, wie gern ich sie mag.

Das Lachen meiner Kinder erfreut mein Herz,

Es gibt auch mal Sorgen, manchmal auch Schmerz.

In solchen Momenten gibst Du mir Trost und viel Kraft,

und immer wieder habe ich es dann doch noch geschafft.

Es wird die Zeit kommen dann stehe ich vor Dir,

kann ich dann noch sagen:“Ich danke Dir dafür.“

(Jürgen Lehrich,Obervolkach,Weihnachten 2012)


 

     



 
Der Weg zu Dir, ist oft steinig und schwer,

dann stehe ich da und bin völlig leer.

Die Sorgen und Nöte, sie drücken mich nieder,

oft erkenne ich mich selbst, gar nicht mehr wieder.

Ich bin so verzweifelt und dann auch noch hilflos,

die Angst wird noch größer, das macht mich dann schlaflos.

Die Nächte sind dann, erdrückend und lang,

es schnürt mir den Hals zu, mir ist dann so bang.

Dann komm ich zu Dir, ich eile hierher,

ich knie hier nieder und plötzlich weiß ich nichts mehr.

Mir fehlen die Worte, ich will so viel sagen,

stattdessen möchte ich auf einmal nur fragen.

Schaff ich das Leben, beladen mit Sünden,

mit Sorgen und Nöten, kann ich Ruhe finden?

Zeig mir bitte einen Weg und gib mir viel Kraft,

mit Deiner Hilfe, weiß ich, dass ich es schaff.

(Jürgen Lehrich,Obervolkach Januar 2013) 


 

 

Oh Jesus, ich als Kind, noch gar nicht groß,

betete zu Dir, schon auf meiner Mutters Schoß.

Ich bin klein, mein Herz ist rein,

und immer sollst Du bei mir sein.“

Nun bin ich nicht mehr klein, sondern recht groß,

und habe Kinder und Enkel auf meinem Schoß.

Wir beten nun anders, wir sprechen mit dir,

über Sorgen und Schmerzen, die Belastung in mir.

Die Zeit ist verflogen, wie ein Vogel im Wind,

es ist alles viel schneller und geht so geschwind.

Und denk ich an mein Leben, und schaue zurück,

dann gab es nicht nur Sorgen, sondern auch sehr viel Glück.

Ich habe versagt und Menschen verletzt,

gutes getan und tue es auch jetzt.

Die Fehler, die Sünden kann ich leider nicht vermeiden,

ich arbeite daran und muss darunter leiden.

Drum gibt mir noch mehr Einsicht und viel Kraft dazu,

dann kann ich es schaffen, wenn es klappt, auch im Nu.

Jürgen Lehrich, Obervolkach Oktober 2013






 


 
Jesus auf der Wies, liebevoll das Käppele genannt,

Kleinod in der Flur, nicht so, wie der Kirchberg in Volkach, bekannt.

Ein Ort der Ruhe und Gelassenheit,

der Besinnung und Geborgenheit.

Hier schöpft man Kraft und atmet tief,

es kommt einem vor, als wenn der Herrgott rief.

Es gibt nichts was einen stört, kein Lärm

in der Kühle der Kapelle spürt man die innere Wärm.

Man fühlt sich so leicht wie ein Vogel im Flug,

und spürt in der Besinnung, es tut einem gut.

Ich knie hier in großer Demut nieder,

und weis schon jetzt, ich komme bald wieder.

Ein Gebet auf den Lippen, das Herz spricht doch mit,

verbunden im Glauben, folge ich Schritt für Schritt.

In Ruhe finde ich zu Gott dem allmächtigen Herrn,

ich lebe es aus, das mach ich sehr gern.

Der Weg hier hinaus, begleitet von vielen Gedanken,

ein großer Dank gilt denen die dieses Kleinod erhalten.

So soll es noch stehen, viele 100 te von Jahren,

und als Ort der Besinnung und Ruhe für unsere Nachfahren.

Jürgen Lehrich, Obervolkach Weihnachten 2010 (Kapelle in der Flur von Obervolkach)


 


 

 


 

Das Gebet der Winzer


 Herr, du gabst uns Brot und Wein,

dafür wollen wir dir sehr dankbar sein.

Bewahre uns vor Trockenheit und Frost,

bei Schäden an den Reben, gib uns Trost.

Schenke uns eine gute Ernte und einen edlen Wein,

auch dafür wollen wir dir dankbar sein.

Beschütze uns auch vor mürrischen Kunden,

die ihre Finger gerne legen, in unsere offenen Wunden.

Gib uns täglich Weinkenner und Genießer,

und schütze uns vor wein ferne Spießer.

Die Arbeit im Weinberg, und das ist auch dir bekannt,

erfordert viel Geduld und auch Verstand.

Wir arbeiten gerne im Weinberg, und das Pflegen der Reben,

und hoffen, du wirst uns eine gute Ernte geben.

Drum gib uns weiterhin viel Gesundheit und Kraft,

für die Arbeit im Weinberg, für unseren fränkischen Saft.

Erhalte uns auch die gute Nase und ein besonderes Gespür,

für eine hohe Qualität, wie eine Ouvertür.

Denn von uns Winzern und dem Wein in Franken,

profitieren nicht nur die Kranken.

 (Jürgen Lehrich, Obervolkach Februar 2016)



 


        
                                                                                                      

Die Trauer ist da, der Schmerz ist so groß,
ist dieses das Schicksal oder mein Los.

Das Gefühl kann nicht mehr entscheiden wo ist unten noch oben,

im Körper sind Kämpfe, die Seele will toben.

 


Die Stimme verstummt, es gibt nichts zu sagen.
Es gibt keine Antwort auf die sich stellenden Fragen.

Die Augen brennen und verlieren ihre letzten Hoffnungstropfen.

Es ist aus und vorbei, zu Ende das Hoffen.

 

Trifft es die Eltern, den Partner oder das Kind.
Mit der Geburt sind wir nicht nur fürs Leben, sondern auch für den Tod bestimmt.

Man fühlt sich so von Gott verlassen,

und kann es einfach gar nicht fassen.

                                                                                      Von Jürgen Lehrich im Mai 2018


 

 

                              

 


 

 


 

 


 

 


 

 


 

 


 

 

2.Worte der Liebe
 


 

Wenn ich die Augen schließe
spüre ich die Wärme Deiner Haut,
den Duft Deiner Haare,
den sinnlichen Blick Deiner Augen.
Und doch fühle ich diese große
und im Moment nicht zu
überwindende räumliche Entfernung
zu Dir.

 


Dies ist der Ort, der uns gefällt.

Wo Freunde und Freude sich zu uns gesellt.

Wo Wiesen blühn und Pferde stehn

und die Nachbarn sich nicht aus dem Wege gehn.

Wo Kinder auch noch Menschen sind

und das Läuten der Glocken den Tag bestimmt.

Wo die Luft voll Duft, von den Gräsern, hängt

und ein Bub einen Stein im Bach versenkt.

Wo der Nepomuk von der Brücke schaut

und die Dorfmusik auf die Pauke haut.

Wo wir das Abendrot am Himmel sehn

dort soll die Wiege unserer Kinder stehn.
 

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Du, charmant, intelligent, liebenswert, hilfsbereit,

stark, schwach, sympathisch, schön, begehrenswert,

stilvoll, anspruchsvoll, Kumpel und mit

mir Pferdestehler, Diva, häuslich, familiär,

geschmeidig, sportlich, Dickkopf, raffiniert,

humorvoll, witzig und gewandt,

anschmiegsam, geschickt, beharrlich, besinnlich,

traurig, lustig, kultiviert, geschäftstüchtig, verführerisch,

manchmal Teufel, oft Engel, genügsam und verschwenderisch,

mal kuscheln mal beißen, mal laut und mal leise,

Mittelpunkt und Ruhepol, offen und verschlossen,

Nonne und auch Vamp

und dazu noch eine wunderbare Frau, die ich liebe.

 




Wie stirbt ein Herz?
Durch unsagbaren Schmerz.
Einfach herausgerissen
und dann weggeschmissen?
Durch die verlorene Liebe,
geraubt durch geliebte Diebe?
Oder durch Kummer und Sorgen,
und die Angst vor dem Morgen?



Ein Vater tut gut daran,
den Mann zu respektieren,
der seine Tochter liebt.
Doch es ist ein wunderbares Geschenk
den Mann gerne zu haben,
der zum eigenen Sohn wird.